
Liebe und Tod
Einst war die Tod* die Gesandte des Göttlichen.
Wie heilsam, sie zu befreien von wütender Gewalt, machthungrigem Krieg und feindlicher Sinnlosigkeit.
Eine lichte Gestalt der AndersWelt mag sie sein. Nur einen Atemzug entfernt
am jenseitigen Ufer, das wir mit dem Fluss des Lebens immer schon berühren.
Unser Leben ist beheimatete Zeit im SchwellenLand des Dazwischen
und Teil des großen Tanzes von Werden und Vergehen, von Sterben, Auflösen und NeuSchöpfung.
In der Endlichkeit des Lebens und der Ewigkeit der Liebe berührt uns die Kostbarkeit des Seins.
An diesen alchimistischen Abenden berühren wir Tod und Sterben
in Stille und geteilter Wahrhaftigkeit
Wir erspüren die Ängste und Wünsche in unseren Herzen
und gestalten gemeinsam einen innigen Raum des BerührbarSeins in der Liebe des Seins
* der Tod, die Tödin (laut Grimm) - ich wähle "die Tod"